Werden die technischen CENELEC EN 50083-7 Normen nicht eingehalten, sind Bild- und Tonstörungen möglich!
Allgemeines
Die beste Kabelfernsehanlage ist nicht besser als die interne Hausinstallation.
Der Aufbau einer Hausverteilung richtet sich nach den örtlichen Gegebenheiten der Leerrohranlage oder, wenn diese nicht vorhanden respektive mangelhaft ist, nach einer getrennten Montageart. Grundsätzlich ist aber der Installateur verpflichtet die technische Normung der CENELEC EN 50083-7 mindestens einzuhalten.
CENELEC - Europäisches Komitee für elektrotechnische Normung
Die Normung für Hausinstallationen sind Bestandteil der CENELEC EN 50083-7, ein europäisches System für technische Normung.
CENELEC steht für: Comité Européen de Normalisation Electrotechnique und wurde 1973 gegründet. CENELEC ist eine gemeinnützige Organisation unter belgischem Recht mit Sitz in Brüssel. Mitglieder sind die nationalen elektrotechnischen Normungsgremien der meisten europäischen Staaten - auch die Schweiz ist im CENELEC vertreten.
EN steht für für europäische Normung und wurde bereits 1961 von den Normungsgremien der Mitgliedstaaten von EFTA und EWG in Brüssel gegründet.
Trägersignalpegel an einer beliebigen Antennensteckdose gemäss EN 50083-7
Maximale Pegeldifferenzen an Antennensteckdose zwischen belegten Fernsehkanälen nach EN 50083-7
Frequenzbereich
Modulationsart
max. Pegeldifferenz in dB
47 MHz bis 862 MHz
AM
12
Beliebiger Bereich mit 60 MHz Bandbreite
AM
6
Nachbarkanalbetrieb
AM
3
SAT- ZF - Übertragung
FM
15
bis 470 MHz
FM
15
Träger-Rausch-Verhältnis (C/N) an der Antennensteckdose nach EN 50083-7
System
Modulationsart
min. Träger-Rausch- Verhältnisin dB
Aquivalente Rauschbandbreite in MHz
TV
AM
46
4.75
TV (SAT-ZF)
FM
15
27
FM Stereo
FM
48
0.2
Signal / Rauschabstand in Abhängigkeit zur Aussage der Bildqualität, gemessen an der Antennensteckdose für analoge Fernsehprogramme
Signal / Rauschabstand
Rauschen
Bildqualität
ab 46 dB
nicht sichtbar
sehr gut
ab 37dB
sichtbar, aber nicht störend
gut
ab 30 dB
deutlich sichtbar
mangelhaft
unter 26 dB
überwiegendes Rauschen
unbrauchbar
Der Rauschabstand ist die Differenz zwischen Nutzsignalpegel und Rauschpegel. Das Rauschmass gibt an, um wieviel dB ein Verstärker den Rauschabstand zusätzlich verkleinert. Der Rauschpegel eines 75 Ohm Widerstandes, bezogen auf die Bandbreite eines TV-Kanals (5 MHz) beträgt 2dBµV (Systemrauschen).
EMV-Grenzwerte (Elektro magnetische Verträglichkeit) für aktive Geräte gelten nachCENELEC EN 50083-2/A1 folgende maximal zulässige Störstrahlungsleistung
Frequenzbereich
dBpW
dBµV an 75 Ohm
30 MHz - 1000 MHz
20
39
1000 MHz - 2500 MHz
43
62
Für das Schirmungsmass passiver Geräte gelten nach EN 50083-2/A1 folgende Grenzwerte
Frequenzbereich
Klasse A in dB
Klasse B in dB
30 MHz - 300 MHz
85
75
300 MHz - 470 MHz
80
75
470 MHz - 1000 MHz
75
65
1000 MHz - 3000 MHz
55
55
Mit der Klasse A werden Produkte gekennzeichnet, die den höheren Schirmungsanforderungen der EN 50083-2 entsprechen.
IMA (Intermodulationsabstand), Störabstand 2. und 3. Ordnung
System
Messverfahren
Störabstand
TV-Kanalverstärker
EN 50083-5/3.1
54 dB, 3. Ordnung
Bereichsverstärker
EN 50083-5/3.3 EN 50083-5/3.2
60 dB, 2. Ordnung 66 dB, 3. Ordnung
Breitbandverstärker
EN 50083-3/A1 EN 50083-5/4.7
60 dB, 2. Ordnung 60 dB, 3. Ordnung
Rückwegverstärker
EN 50083-3/A1 EN 50083-5/3.2
45 dB, 2. Ordnung 45 dB, 3. Ordnung
SAT-Verstärker
EN 50083-3/A1
35dB, 2. Ordnung 35 dB, 3. Ordnung
Hausverteilung, Entkopplung zwischen zwei Teilnehmern - Mindestwerte
Frequenzbereich
Entkopplung
TV / TV (47 MHz - 862 MHz)
42 dB
TV / TV (950 MHz - 2150 MHz)
30 dB
FM-UKW / FM-UKW
42 dB
Material für Hausinstallationen - wichtige Eckdate
Das Koaxialkabel
- Innenleiter
- Isolation - Dielektrikum
- Abschirmung 1 - Folie
- Abschirmung 2 - Geflecht
- Aussenmantel
Das typische Koaxialkabel für Hausinstallationen
Dämpfung in dB je 100 m 5 MHz = 1 dB 50 MHz = 4 dB 100 MHz = 6 dB 200 MHz = 8 dB 300 MHz = 10 dB 450 MHz = 13 dB 800 MHz = 18 dB 862 MHz = 19 dB 1000 MHz = 21dB
Verkürzungsfaktor (Vk) = 0.82
Schirmungsmass 5 MHz bis 30 MHz = >75 dB 30 MHz bis 1000 MHz = >85 dB
Rückflussdämpfung 5 MHz bis 30 MHz = >20 dB 30 MHz bis 1000 MHz = >18 dB
Die Antennensteckdosen als Stichleitungsdose
Die MODEM Antennensteckdose (Multimediadose)*
Diese hat drei Anschlüsse: Variante = breitbandig 5 MHz bis 65 MHz = MODEM - Rückweg 80 MHz bis 862 MHz = Fernsehen 80 MHz bis 862 MHz = Radio
Variante = selektiv 5 MHz bis 65 MHz = MODEM - Rückweg 87.5 MHz bis 108 MHz = UKW - Radio 118 MHz bis 862 MHz = Fernsehen
Bezeichnung 1 = Anschlussdämpfung ca. 4 dB Schirmungsmass: >80 dB
WICHTIG Diese Steckdose ist eine Stichdose und kann nur nach einem Abzweiger betrieben werden. Eine Stichdose ist daher keine Enddose!
Antennensteckdose als Durchgangsdose
Die MODEM Antennensteckdose (Multimediadose - mittlerer Steckanschluss oben)*
Diese hat drei Anschlüsse: Variante = breitbandig 5 MHz bis 65 MHz = MODEM - Rückweg 80 MHz bis 862 MHz = Fernsehen 80 MHz bis 862 MHz = Radio
Variante = selektiv 5 MHz bis 65 MHz = MODEM - Rückweg 87.5 MHz bis 108 MHz = UKW - Radio 118 MHz bis 862 MHz = Fernsehen
Bezeichnung 1 = Anschlussdämpfung 11 dB - 20 dB Bezeichnung 2 = Durchgangsdämpfung 1.5 dB - 3 dB Schirmungsmass: >80 dB
WICHTIG Die letzte Durchgangsdose muss mit einem Widerstand von 75 Ohm abgeschlossen werden.
*Der Einsatz von Multimedia-Antennensteckdosen ist sinnvoll, wenn diese vom Netzbetreiber wegen Internet- und Telefonbetrieb gefordert werden. Die IP / Datenfunktion ist aber auch über viele Radio- und Fernseh- Breitbandsteckdosen sichergestellt. Ingressprobleme müssen in jedem Fall beachtet werden!
Bezeichnung 1 = Durchgang Bezeichnung 2 = Entkopplung
Durchgangsdämpfung 3.5 dB Entkopplungsdämpfung >22 dB
Schirmungsmass >80 dB
Die letzte Antennensteckdose muss immer mit 75 Ohm abgeschlossen werden, daher nur Durchgangsdosen einsetzen. Rückflussdämpfung >20 dB
Der Verteiler eignet sich zur Aufteilung einer Stammleitung.
Thema Verteiler Die letzte Antennensteckdose an einem Verteiler muss immer mit 75 Ohm abgeschlos- sen werden, daher nur Durchgangsdosen und keine Stichdosen installieren
Der Abzweiger
Der 2-fach Abzweiger
Bezeichnung 1 = Abzweig Bezeichnung 2 = Durchgang Bezeichnung 3 = Entkopplung
Abzweigdämpfung 10 dB - 20 dB Durchgang 1 dB - 3 dB Entkopplung 30 dB - 50 dB
Schirmungsmass >80 dB
Rückflussdämpfung >20 dB
Der Abzweiger eignet sich zur Bildung einer Sternverteilung.
Thema Abzweiger Der Anschluss am Abzweig wird auch als Stich bezeichnet und nur hier darf eine Stich-antennensteckdose angeschlossen werden aber nicht am Durchgang des Abzwei-gers.
Am Durchgang dürfen nur Antennensteckdosen mit 75 Ohm Abschlusswiderstände installiert werden.
Der Richtungskoppler oder Richtkoppler
Mit dem Richtkoppler (rote Linienführung für Steckdosen und Abzweiger) lassen sich in der Hochfrequenztechnik verlustarme Systeme aufbauen, welche rückwirkungsfreie Zusammenschaltungen ermöglichen.
Richtkoppler werden z.B. eingesetzt in:
1. Zusammenschaltung und Auftrennung verschiedener Frequenzen und Bandbreiten 2. Aufbau von Messwertschaltungen für tiefe und hohe Frequenzen 3. Aufbau ganzer Koppelfelder in Kopfstationen für den Hin- und Rückweg 4. Entkopplung von Antennenanschlüssen Filter, Verteiler, Abzweiger, Steckdosen usw.
Richtkoppler (Pos. 3. und 4.) haben eine induktive Kopplung und bilden Ströme, die im Gegensatz zu den kapazitiven Strömen nur in einer Richtung der Haupt- und Nebenadern fliessen. Daher müssen Bauteile, welche die Vorteile eines Richtkopplers nutzen, korrekt mit Eingang (E) und Ausgang (A) angeschlossen werden. Richtkoppler, eingebaut in Netzen von Gemeinschaftsantennen, vergrössern die Teilnehmerentkopplung. Diese grössere Teilnehmerentkopplung wird auch als Richtdämpfung bezeichnet und kann je nach Typ und Fabrikat die Teilnehmerentkopplung um 20 bis 40 dB verbessern.
Richtkoppler in Antennensteckdosen eingebaut
Der Richtkoppler rote Linienführung
1= Richtdämpfung
Richtkoppler in 2- fach Abzweigern eingebaut
Die Teilnehmerentkopplung
Die Durchschlauftechnik
Berechnung der Teilnehmerentkopplung
Anschlussdämpfung - Antennensteckdose (1) = 11 dB Kabeldämpfung 1dB = 1 dB Anschlussdämpfung - Antennensteckdose (2) = 11 dB Richtdämpfung - Antennensteckdose (1) = 30 dB --------------- Teilnehmerentkopplung = 53 dB gefordert gemäss EN 50083 - 7 = 42 dB
Die Verteiltechnik
Berechnung der Teilnehmerentkopplung
Anschlussdämpfung - Antennensteckdose (1) = 11 dB Kabeldämpfung 1dB = 1 dB Entkopplung - Verteiler = 24 dB Kabeldämpfung 1dB = 1 dB Anschlussdämpfung - Antennensteckdose (2) = 11 dB --------------- Teilnehmerentkopplung = 48 dB gefordert gemäss EN 50083 - 7 = 42 dB
Die Abzweigtechnik
Berechnung der Teilnehmerentkopplung Dose 1 zu Dose 2
Anschlussdämpfung - Antennensteckdose (1) = 4 dB Kabeldämpfung 1dB = 1 dB Anschlussdämpfung - Abzweiger 2 x 12 dB = 24 dB Richtdämpfung - Abzweiger = 30 dB Kabeldämpfung 1dB = 1 dB Anschlussdämpfung - Antennensteckdose (2) = 4 dB --------------- Teilnehmerentkopplung Dose 1 zu Dose 2 = 64 dB gefordert gemäss EN 50083 - 7 = 42 dB
Berechnung der Teilnehmerentkopplung Dose 1 zu Dose 3
Anschlussdämpfung - Antennensteckdose (1) = 4 dB Kabeldämpfung 1dB = 1 dB Anschlussdämpfung - Abzweiger 1 x 12 dB = 12 dB Richtdämpfung - Abzweiger = 30 dB Kabeldämpfung 1dB = 1 dB Anschlussdämpfung - Antennensteckdose (3) = 11 dB --------------- Teilnehmerentkopplung Dose 1 zu Dose 3 = 64 dB gefordert gemäss EN 50083 - 7 = 42 dB
Hausinstallationen und weitere Berechnungen
Vor Beginn einer Hausinstallation muss der Installateur die Signalspannung am HÜPHaus - Übergabe - Punkt oder SÜSSignal - Übergabe - Stelle messen. Für den Installateur ist es wichtig zu wissen, nach welchem System der Anlagenbetreiber die Signalspannungen und mit welcher Bandbreite anbietet:
a) als konstanter Signalpegel z.B. 78 dBuV,
b) individueller Pegel in Abhängigkeit der Anzahl Steckdosen oder Wohnungen,
c) eine Programm und Frequenzliste sollte vorhanden sein,
d) welche Schräglage oder Vorentzerrung sind vom Anlagenbetreiber eingeplant,
e) werden Internet und Telefonie angeboten, welche MODEM sind erforderlich
Im Zweifelsfall sind Rückfragen Installateur / Anlagenbetreiber notwendig.
1. Hier wird ein Einfamilienhaus mit zwei Steckdosen in Durchschlauftechnik erschlossen - lassen Sie sich nicht durch die Vorgaben täuschen!
Berechnung der Spannung an Dose 2 Spannung am Hausübergabepunkt 78 dBuV Kabeldämpfung 5 m / 862 MHz = 1 dB Durchgangsdämpfung-Antennensteckdose (1) = 2 dB Kabeldämpfung 10m / 862 MHz = 2 dB Anschlussdämpfung - Antennensteckdose (2) = 11 dB --------------- Gesamtdämpfung HÜP / Dose 2 = 16 dB -16 dB ------------------------- Spannung an Dose 2 = 62 dBuV gefordert gemäss EN 50083 - 7 = 60 dBuV
Aufgabe 2, wie Aufgabe , jedoch über einen 2-fach Verteiler
Berechnung der Spannung an Dose 2 Spannung am Hausübergabepunkt 78 dBuV Kabeldämpfung 5 m / 862 MHz = 1.0 dB Durchgangsdämpfung-Verteiler = 3.5 dB Kabeldämpfung 10m / 862 MHz = 2.0 dB Anschlussdämpfung-Antennensteckdose (2) = 11.0 dB --------------- Gesamtdämpfung HÜP / Dose 2 = 17.5 dB -17.5 dB ------------- Spannung an Dose 2 = 60.5 dBuV gefordert gemäss EN 50083 - 7 = 60 dBuV
Berechnung der Spannung an Dose 2 Spannung am Hausübergabepunkt 78 dBuV Kabeldämpfung 5 m / 862 MHz = 1 dB Anschlussdämpfung-Abzweiger = 12 dB Kabeldämpfung 5 m / 862 MHz = 1 dB Anschlussdämpfung-Antennensteckdose (2) = 4 dB --------------- Gesamtdämpfung HÜP / Dose 2 = 18 dB -18 dB ------------- Spannung an Dose 2 = 60 dBuV gefordert gemäss EN 50083 - 7 = 60 dBuV
Zusatzfrage Berechnung der Spannung an Dose 3 Spannung am Hausübergabepunkt 78 dBuV Kabeldämpfung 5 m / 862 MHz = 1 dB Durchgangsdämpfung-Abzweiger = 3 dB Kabeldämpfung 15 m / 862 MHz = 3 dB Anschlussdämpfung-Antennensteckdose (2) = 11 dB --------------- Gesamtdämpfung HÜP / Dose 3 = 18 dB -18 dB ------------- Spannung an Dose 3 = 60 dBuV gefordert gemäss EN 50083 - 7 = 60 dBuV
Hausinstallationen für Mehrfamilienhäuser
Die drei Hausinstallationen zeigen folgende Varianten:
a) die Durchschlauftechnik b) die Abzweigtechnik c) die Sternverteilung
Es wurden zum besseren Vergleich identische Mehrfamilienhäuser berechnet: - alle relevanten Dämpfungswerte sind aufgerundet! - CENELEC Forderung EN 50083-7 sind mehr als erfüllt!
Die drei Darstellungen zeigen, dass 24 Antennensteckdosen eine HÜP-Spannung von ca. 96 dBµV benötigen und zwar unabhängig, welche Verteiltechnik eingesetzt wird.
Die Durchschlauftechnik hat den kleinsten Materialeinsatz und bei der Sternverteilung sind die Kabellängen am Grössten. Dagegen kann die Sternverteilung für die Art der der Signale und Programme selektiv bedient werden.
Die Durchschlauftechnik
- Abschlusswiderstände (4 x 75 Ohm)
- Antennensteckdosen ad=1.5dB, aa=11dB, ar=30 dB - Antennensteckdosen wie vorher
- Antennensteckdosen wie vorher
- Antennensteckdosen wie vorher
- Antennensteckdosen - ad=1.0 dB, aa=14 dB, ar=30 dB
- Antennensteckdosen wie vorher
- 2-fach Verteiler av= 2 x 3.5 dB
- Dämpfung Koaxialkabel (ak) 50 MHz / 100 m / 4 dB (aufgerundet) 862 MHz / 100 m / 20dB (aufgerundet)
Ukl. >60dBµV, Forderung EN 50083-7 erfüllt.
a= Attenuator; Dämpfung; Resistor
Die Abzweigertechnik
Die kleine Sternverteilung
- Abschlusswiderstände (2 x 75 Ohm) - alle Antennensteckdosen aa=4 dB - 4-fach Abzweiger ad=4.0dB, aa=12dB, ar=30 dB
- 4-fach Abzweiger ad=3.0dB, aa=14dB, ar=30 dB
- 4-fach Abzweiger ad=2.5dB, aa=16dB, ar=30 dB
- 2-fach Verteiler av= 2 x 3.5 dB
- Dämpfung Koaxialkabel (ak) 50 MHz / 100 m / 4 dB 862 MHz / 100 m / 20dB
Ukl. >60dBµV, Forderung EN 50083-7 erfüllt.
Die Sternverteilung ermöglicht ein selektives und zentrales Abschalten
Die Sternverteilung
- Antennensteckdosen aa=4 dB
- 2 x 12-fach Abzweiger 13 dB / 13.5 dB 15 dB / 15.5 dB 17 dB / 17.5 dB 19 dB / 19.5 dB 20 dB / 20.5 dB 21.5 dB / 22.0 dB
- Abschlusswiderstände 75 Ohm
- 2-fach Verteiler av= 2 x 3.5 dB
- Dämpfung Koaxialkabel (ak) 50 MHz / 100 m / 4 dB 862 MHz / 100 m / 20dB
Ukl. >60dBµV, Forderung EN 50083-7 erfüllt.
Wird die Anzahl Antennensteckdosen verdoppelt, sollte die HÜP-Spannung um 6 dB grösser sein.
HÜP - Spannung in dBµV Anzahl Steckdosen
78 3 84 6 90 12 96 24 102 48 108 96
Unser Beispiel zeigt, dass die drei Verteilarten die Tabelle bestätigen.
Der Installateur muss wissen, ob der Kabelnetzbetreiber einen individuellen Pegel am HÜP anbietet. In diesem Fall ist die Tabelle ein Richtwert und interne Hausverstärker sind nicht notwendig. Sollte der Kabelnetzbetreiber eine konstante HÜP-Spannung anbieten, sind Hausverstärker vorgesehen.
Empfehlung: Der Installateur muss vor der Installation den HÜP-Spannungswert messen und danach erst mit der eigentlichen Planung beginnen. Der vorherige Kontakt zum Kabelnetzbetreiber ist sinnvoll.
Die Anwendung optischer Systeme für Wohn- und Bürohäuser
LWL- oder optische Netze bestehen im Prinzip aus drei Entwicklungsstufen.
Entwicklungsstufe 1 > die Punkt zu Punkt Verbindung Entwicklungsstufe 2 > das Hybridenetz mit zwei Glasfasern für den Down- und Upstream Entwicklungsstufe 3 > das CPON-Netz mit einer Glasfaser für den Down- und Upstream
FTTC Fiber to the curb, Glasfaseranschluss befindet sich im Strassenbereich
Anschluss-System Nr. 2
FTTB Fiber to the bulding, Glasfaseranschluss befindet sich im Gebäude
Anschluss-System Nr. 3
FTTH Fiber to the home, Glasfaseranschluss befindet sich in der Wohnung
Anschluss-System Nr. 4
FTTD Fiber to the desk, Glasfaseranschluss befindet sich am Arbeitsplatz
Die Realisation von FTTC-, FTTB-, FTTH- und FTTD-Systemen.
Es muss nicht immer DOCSIS sein
1550 nm = Downstream für analoge / digitale Radio- und Fernsehprogramme 1490 nm = Downstream IP/Daten und Telefon (VoIP) 1310 nm = Upstream für IP/Daten und Telefon (VoIP
Glasfaserzuführung ab Kopfstation - Zentrale - HUB erhebliche Vorteile gegenüber DOCSIS
Anschluss-System Nr. 1 - "FTTC"
FTTC Fiber to the curb, Glasfaseranschluss befindet sich im Strassenbereich
Beispiel 6-fach 16 dB Koaxialabzweiger
FTTC - Weiterführung über Koaxiale - Baugruppen
Beispiel 6 x 15 dB Abzweiger in CPON- Wandlerkabine oder in Verteil- konsole. .
Anschluss-System Nr. 2 - "FTTB"
Glasfaserzuführung ab Kopfstation - Zentrale - HUB direkt z. B. im technischen Raum der Liegenschaft.
Die Haus-installation
Glasfaserzuführung ab Kopfstation - Zentrale - HUB
Anschluss-System Nr. 3 - "FTTH"
Anschluss-System Nr. 4 - "FTTD"
Das Anschluss-System "FTTH" ist im Prinzip die CPON-Technologie zur Wohnung verlegt. Die Radio- und Fernsehprogramme werden in ein HF-Signal umgewandelt.
Beim Anschluss-System "FTTD" verzichtet man auf eine HF-Über- tragung und nutzt auch für die Radio- und Fernsehprogramme die IP-Technologie.
FTTH ist mit FTTD vergleichbar, jedoch überträgt FTTD ausschliesslich IP-Daten!
wird fortgesetzt!
Der HF- Verstärker
Am Eingang eines Verstärkers liegt in den meisten Fällen ein Dämpfungseinsteller.Dieser Dämpfungseinsteller bedämpft das Eingangssignal und bewirkt die optimale Einstellung der Ausgangsspannung. Dabei bleibt der Gewinn (dB) des Verstärkers bestehen. Daher kann ein hoher Dämpfungswert (dB) des Steckers oder Einstellers ein Verstärkerrauschen sichtbar machen und damit im Netz den Rauschabstand verkleinern. Ein kleiner Dämpfungswert des Einstellers kann bewirken, dass der Verstärker übersteuert wird und Inter- oder Kreuzmodulationsstörungen verursachen kann. Daher müssen die Systemwerte eines Verstärkers strikt eingehalten werden. Dazu sind die technischen Spezifikationen des Herstellers unbedingt zu beachten.
Das Beispiel zeigt ein Tandempotentiometer Ein Tandempotentiometer besteht aus zwei oder mehr Teilpotentiometern. Tandem-Trimmpoten- tiometer haben eine Einstellung durch eine gemeinsame Gewindespindel, deren Teilpoten- tiometer in einem Gehäuse so angeordnet sind, dass unabhängig von der eingestellten Dämpfung der vom Eingang und der vom Ausgang gesehene Widerstand gleich dem vorgegebenen Wert des Wellenwiderstandes (Impedanz 75-Ohm) bleibt.
Dämpfer und Entzerrer als Einsteller
Dämpfungseinsteller oder Dämpfungsregler ? Ist nun die Bezeichnung Dämpfungseinsteller oder Dämpfungsregler korrekt? Natürlich Dämpfungseinsteller, denn ein Dämpfungsregler wäre ein automatischer Regelvorgang. Der Fachmann kennt die korrekte Bezeichnung, denn ein Dämpfungseinsteller wird mit der Hand einge- stellt.
Die technischen Spezifikationen des Dämpfungseinstellers
Wellenwiderstand 75 Ohm Dämpfung 20 dB oder 10 dB je nach Ausführung Rückflussdämpfung bis 1 GHz >15 dB Betriebstemperatur -25°C bis +70°C (+90°C bei Keramik) Anschlag 3 Umdrehungen Betätigungsdrehmoment 0,5 bis 3 Ncm
Achtung: Drehmomoment nicht überschreiten!
Wird das Drehmoment von 3 Ncm überschritten muss erst die Spindel mit Tuner-Tonic gelöst werden. Wird diese Grundforderung nicht beachtet, kann in Folge die Spindel oder der Einsteller zerstört werden. In diesem Fall muss das Tandempotentiometer ersetzt werden.
Der Ersatz eines Tandempotentiometers ist sehr selten, wird aber von vielen Fachunternehmungen problemlos ausgeführt.
Der Vorteil des Dämpfungs- oder Entzerrereinstellers liegt im Einstellen korrekter Zwischenwerte und Einhaltung der Eingangs- und Ausgangsimpedanz.
Der Verstärkerdeckel
Bei Kontrollen stellt man öfters fest, dass der Verstärkerdeckel lose und ein Spalt offen ist.
Die Folgen sind:
1. Es entstehen Schlitzstrahler - Deckel zum Gehäuse. 2. Es fördert den Ingress. 3. Ist es eine Aussenkabine, dringt Feuchtigkeit im Verstärker ein. Diese kann Kontaktprobleme verurachen. Durch Feuchtigkeit in Potentiometer können Pegelfehler mit weitreichenden Folgen entstehen. 4. Die rasche Alterung der Verstärker.
Korrekte Installationen, Erfahrungen und Kontrollen helfen hier Kosten einzusparen.
Die Einstellung mittels Dämpfer- und Entzerrer-Stecker Die Handhabung dieser Bauteile ist einfach. Zwischenwerte (dB) können dagegen nicht eingestellt werden. Die Stecker verursachen teilweise Kontaktprobleme. Bei Service- Unterhaltsarbeiten ist eine Kontrolle der Stecker auf mögliche Aussetzer zu prüfen. Reinigungsmaterial kann helfen, Justierwerkzeug ist zu empfehlen - aber bitte vorsichtige An- wendung, denn die Folgeschäden sind nachweisbar.