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Ingenieurbüro IFAC Kabelfernsehen CATV Schulung Hauptstrasse 1  CH 9320 Arbon



Werden die technischen CENELEC EN 50083-7 Normen nicht
 
eingehalten, sind Bild- und Tonstörungen möglich!


Allgemeines

Die beste Kabelfernsehanlage ist nicht besser als die interne Hausinstallation.

Der Aufbau einer Hausverteilung richtet sich nach den örtlichen Gegebenheiten der Leerrohranlage oder, wenn diese nicht vorhanden respektive mangelhaft ist, nach einer getrennten Montageart. Grundsätzlich ist aber der Installateur verpflichtet die technische Normung der CENELEC EN 50083-7 mindestens einzuhalten.


CENELEC - Europäisches Komitee für elektrotechnische Normung

Die Normung für Hausinstallationen sind Bestandteil der CENELEC EN 50083-7, ein europäisches System für technische Normung.

CENELEC steht für: Comité Européen de Normalisation Electrotechnique und wurde 1973 gegründet. CENELEC ist eine gemeinnützige Organisation unter belgischem Recht mit Sitz in Brüssel. Mitglieder sind die nationalen elektrotechnischen Normungsgremien der meisten europäischen Staaten - auch die Schweiz ist im CENELEC vertreten.

EN steht für für europäische Normung und wurde bereits 1961 von den Normungsgremien der Mitgliedstaaten von EFTA und EWG in Brüssel gegründet.

Trägersignalpegel an einer beliebigen Antennensteckdose gemäss EN 50083-7

SystemModulationsartmin. Pegel in dBµVmax. Pegel in dBµV
TVAM6080
TV >20 KanäleAM6077
DVB   64 QAMQAM4777
DVB 128 QAM*QAM4777
DVB 256 QAM*QAM4777
DVB QPSKQPSK4776
UKW MonoFM4070
UKW StereoFM5070
TV (SAT-ZF)FM4777
Internet
Downstream*
Modulations-
system

50, je nach System

67, je nach System
Internet
Upstream*
Modulations-
system

90, je nach System

107, je nach System
                                                    weitere Informationen >>"DOCSIS / xDSL"

*noch keine CENELEC - EN - Normierung

Maximale Pegeldifferenzen an Antennensteckdose zwischen belegten Fernsehkanälen nach EN 50083-7

FrequenzbereichModulationsartmax. Pegeldifferenz in dB
47 MHz bis 862 MHzAM12
Beliebiger Bereich mit
60 MHz Bandbreite

AM

  6
NachbarkanalbetriebAM  3
SAT- ZF - ÜbertragungFM15
bis 470 MHzFM15

Träger-Rausch-Verhältnis (C/N) an der Antennensteckdose nach EN 50083-7

SystemModulationsartmin.
Träger-Rausch-
Verhältnis
in dB
Aquivalente
Rauschbandbreite
in MHz
TVAM464.75
TV (SAT-ZF)FM1527
FM StereoFM480.2

Signal / Rauschabstand in Abhängigkeit zur Aussage der Bildqualität, gemessen an der Antennensteckdose für analoge Fernsehprogramme

Signal / RauschabstandRauschenBildqualität
ab 46 dBnicht sichtbarsehr gut
ab 37dBsichtbar, aber
nicht störend

gut
ab 30 dBdeutlich sichtbarmangelhaft
unter 26 dBüberwiegendes
Rauschen

unbrauchbar

Der Rauschabstand ist die Differenz zwischen Nutzsignalpegel und Rauschpegel. Das Rauschmass gibt an, um wieviel dB ein Verstärker den Rauschabstand zusätzlich verkleinert. Der Rauschpegel eines 75 Ohm Widerstandes, bezogen auf die Bandbreite eines TV-Kanals (5 MHz) beträgt 2dBµV (Systemrauschen).

EMV-Grenzwerte (Elektro magnetische Verträglichkeit) für aktive Geräte gelten nach CENELEC EN 50083-2/A1 folgende maximal zulässige Störstrahlungsleistung

FrequenzbereichdBpWdBµV an 75 Ohm 
30 MHz - 1000 MHz2039
1000 MHz - 2500 MHz4362

Für das Schirmungsmass passiver Geräte gelten nach EN 50083-2/A1 folgende Grenzwerte

FrequenzbereichKlasse A in dBKlasse B in dB
    30 MHz -   300 MHz8575
  300 MHz -   470 MHz8075
  470 MHz - 1000 MHz7565
1000 MHz - 3000 MHz 5555

Mit der Klasse A werden Produkte gekennzeichnet, die den höheren Schirmungsanforderungen der EN 50083-2 entsprechen.

IMA (Intermodulationsabstand), Störabstand 2. und 3. Ordnung

SystemMessverfahrenStörabstand
TV-KanalverstärkerEN 50083-5/3.154 dB, 3. Ordnung
BereichsverstärkerEN 50083-5/3.3
EN 50083-5/3.2
60 dB, 2. Ordnung
66 dB, 3. Ordnung
BreitbandverstärkerEN 50083-3/A1
EN 50083-5/4.7
60 dB, 2. Ordnung
60 dB, 3. Ordnung
RückwegverstärkerEN 50083-3/A1
EN 50083-5/3.2
45 dB, 2. Ordnung
45 dB, 3. Ordnung
SAT-VerstärkerEN 50083-3/A135dB,  2. Ordnung
35 dB, 3. Ordnung

Hausverteilung, Entkopplung zwischen zwei Teilnehmern - Mindestwerte

FrequenzbereichEntkopplung
TV / TV (47 MHz - 862 MHz)42 dB
TV / TV (950 MHz - 2150 MHz)30 dB
FM-UKW / FM-UKW42 dB


Material für Hausinstallationen - wichtige Eckdate

Das Koaxialkabel


- Innenleiter


- Isolation
- Dielektrikum

- Abschirmung 1
- Folie


- Abschirmung 2
- Geflecht




- Aussenmantel
Das typische Koaxialkabel
für Hausinstallationen


Dämpfung in dB je 100 m
      5 MHz =       1 dB 
    50 MHz =       4 dB
  100 MHz =       6 dB
  200 MHz =       8 dB
  300 MHz =     10 dB
  450 MHz =     13 dB
  800 MHz =     18 dB
  862 MHz =     19 dB
1000 MHz =      21dB

Verkürzungsfaktor (Vk) = 0.82

Schirmungsmass
  5 MHz bis    30 MHz = >75 dB
30 MHz bis 1000 MHz = >85 dB

Rückflussdämpfung
  5 MHz bis    30 MHz = >20 dB
30 MHz bis 1000 MHz = >18 dB 


Die Antennensteckdosen als Stichleitungsdose

Die MODEM Antennensteckdose
(Multimediadose)*

Diese hat drei Anschlüsse:
Variante = breitbandig
  5 MHz bis  65 MHz = MODEM - Rückweg
80 MHz bis 862 MHz = Fernsehen
80 MHz bis 862 MHz = Radio

Variante = selektiv
   5 MHz bis  65 MHz = MODEM - Rückweg
  87.5 MHz bis 108 MHz = UKW - Radio
118 MHz bis 862 MHz = Fernsehen

Bezeichnung 1 = Anschlussdämpfung ca. 4 dB
Schirmungsmass: >80 dB

WICHTIG
Diese Steckdose ist eine Stichdose und kann
nur nach einem Abzweiger betrieben werden.
Eine Stichdose ist daher keine Enddose!

Antennensteckdose als Durchgangsdose

Die MODEM Antennensteckdose
(Multimediadose - mittlerer Steckanschluss oben)*

Diese hat drei Anschlüsse:
Variante = breitbandig
  5 MHz bis  65 MHz = MODEM - Rückweg
80 MHz bis 862 MHz = Fernsehen
80 MHz bis 862 MHz = Radio

Variante = selektiv
   5 MHz bis  65 MHz = MODEM - Rückweg
  87.5 MHz bis 108 MHz = UKW - Radio
118 MHz bis 862 MHz = Fernsehen

Bezeichnung 1 = Anschlussdämpfung 11 dB - 20 dB
Bezeichnung 2 = Durchgangsdämpfung 1.5 dB - 3 dB
Schirmungsmass: >80 dB

WICHTIG
Die letzte Durchgangsdose muss mit einem Widerstand
von 75 Ohm abgeschlossen werden.

*Der Einsatz von Multimedia-Antennensteckdosen ist sinnvoll, wenn diese vom Netzbetreiber wegen Internet- und Telefonbetrieb gefordert werden. Die IP / Datenfunktion ist aber auch über viele Radio- und Fernseh- Breitbandsteckdosen sichergestellt. Ingressprobleme müssen in jedem Fall beachtet werden!

dazu IFAC-Seite > "Internet DOCSIS / xDSL" anklicken!


Der Verteiler

Der 2-fach Verteiler

Bezeichnung 1 =
Durchgang
Bezeichnung 2 = Entkopplung

Durchgangsdämpfung      3.5 dB
Entkopplungsdämpfung  >22  dB

Schirmungsmass >80 dB

Die letzte Antennensteckdose
muss immer mit 75 Ohm 
abgeschlossen werden, daher
nur Durchgangsdosen
einsetzen.
Rückflussdämpfung >20 dB

Der Verteiler eignet sich zur 
Aufteilung einer Stammleitung.
Thema Verteiler
Die letzte Antennensteckdose an einem Verteiler muss immer mit 75 Ohm abgeschlos-
sen werden, daher nur Durchgangsdosen und keine Stichdosen installieren

Der Abzweiger

Der 2-fach Abzweiger

Bezeichnung 1 = Abzweig
Bezeichnung 2 = Durchgang
Bezeichnung 3 = Entkopplung

Abzweigdämpfung   10 dB - 20 dB
Durchgang              1 dB -   3 dB
Entkopplung         30 dB -   50 dB

Schirmungsmass >80 dB

Rückflussdämpfung >20 dB

Der Abzweiger eignet sich zur 
Bildung einer Sternverteilung.
Thema Abzweiger
Der Anschluss am Abzweig wird auch als Stich bezeichnet und nur hier darf eine Stich-antennensteckdose angeschlossen werden aber nicht am Durchgang des Abzwei-gers.       

Am Durchgang dürfen nur Antennensteckdosen mit 75 Ohm Abschlusswiderstände
installiert werden.   

Der Richtungskoppler oder Richtkoppler

Mit dem Richtkoppler (rote Linienführung für Steckdosen und Abzweiger) lassen sich in der Hochfrequenztechnik verlustarme Systeme aufbauen, welche rückwirkungsfreie Zusammenschaltungen ermöglichen.  

Richtkoppler werden z.B. eingesetzt in:

1. Zusammenschaltung und Auftrennung verschiedener Frequenzen und Bandbreiten
2. Aufbau von Messwertschaltungen für tiefe und hohe Frequenzen
3. Aufbau ganzer Koppelfelder in Kopfstationen für den Hin- und Rückweg
4. Entkopplung von Antennenanschlüssen Filter, Verteiler, Abzweiger, Steckdosen usw.

Richtkoppler (Pos. 3. und 4.) haben eine induktive Kopplung und bilden Ströme, die im Gegensatz zu den kapazitiven Strömen nur in einer Richtung der Haupt- und Nebenadern fliessen. Daher müssen Bauteile, welche die Vorteile eines Richtkopplers nutzen, korrekt mit Eingang (E) und Ausgang (A) angeschlossen werden. Richtkoppler, eingebaut in Netzen von Gemeinschaftsantennen, vergrössern die Teilnehmerentkopplung. Diese grössere Teilnehmerentkopplung wird auch als Richtdämpfung bezeichnet und kann je nach Typ und Fabrikat die Teilnehmerentkopplung um 20 bis 40 dB verbessern.    

Richtkoppler in Antennensteckdosen eingebaut

Der Richtkoppler
rote Linienführung

1= Richtdämpfung


Richtkoppler in 2- fach Abzweigern eingebaut

Die Teilnehmerentkopplung

Die Durchschlauftechnik
Berechnung der Teilnehmerentkopplung

Anschlussdämpfung - Antennensteckdose (1)     =   11 dB
Kabeldämpfung 1dB                                       =     1 dB
Anschlussdämpfung - Antennensteckdose (2)     =   11 dB
Richtdämpfung - Antennensteckdose (1)            =   30 dB
                                                                   ---------------
Teilnehmerentkopplung                                  =    53 dB
gefordert gemäss EN 50083 - 7                      =    42 dB           
Die Verteiltechnik
Berechnung der Teilnehmerentkopplung

Anschlussdämpfung - Antennensteckdose (1)     =   11 dB
Kabeldämpfung 1dB                                       =     1 dB
Entkopplung - Verteiler                                   =   24 dB
Kabeldämpfung 1dB                                        =     1 dB
Anschlussdämpfung - Antennensteckdose (2)      =   11 dB
                                                                   ---------------
Teilnehmerentkopplung                                   =    48 dB
gefordert gemäss EN 50083 - 7                        =    42 dB    
Die Abzweigtechnik
Berechnung der Teilnehmerentkopplung Dose 1 zu Dose 2

Anschlussdämpfung - Antennensteckdose (1)  =     4 dB
Kabeldämpfung 1dB                                     =     1 dB
Anschlussdämpfung - Abzweiger  2 x 12 dB      =   24 dB
Richtdämpfung - Abzweiger                           =   30 dB
Kabeldämpfung 1dB                                     =     1 dB
Anschlussdämpfung - Antennensteckdose (2)  =     4 dB
                                                                   ---------------
Teilnehmerentkopplung Dose 1 zu Dose 2        =    64 dB
gefordert gemäss EN 50083 - 7                     =    42 dB 

Berechnung der Teilnehmerentkopplung Dose 1 zu Dose 3

Anschlussdämpfung - Antennensteckdose (1)   =   4 dB
Kabeldämpfung 1dB                                     =    1 dB
Anschlussdämpfung - Abzweiger  1 x 12 dB      =   12 dB
Richtdämpfung - Abzweiger                           =   30 dB
Kabeldämpfung 1dB                                     =     1 dB
Anschlussdämpfung - Antennensteckdose (3)  =    11 dB
                                                                   ---------------
Teilnehmerentkopplung Dose 1 zu Dose 3        =    64 dB
gefordert gemäss EN 50083 - 7                     =    42 dB 
   

Hausinstallationen und weitere Berechnungen

Vor Beginn einer Hausinstallation muss der Installateur die Signalspannung am HÜP Haus - Übergabe - Punkt oder SÜS Signal - Übergabe - Stelle messen. Für den Installateur ist es wichtig zu wissen, nach welchem System der Anlagenbetreiber die Signalspannungen und mit welcher Bandbreite anbietet:

a) als konstanter Signalpegel z.B. 78 dBuV,

b) individueller Pegel in Abhängigkeit der Anzahl Steckdosen oder Wohnungen,

c) eine Programm und Frequenzliste sollte vorhanden sein,

d) welche Schräglage oder Vorentzerrung sind vom Anlagenbetreiber eingeplant,

e) werden Internet und Telefonie angeboten, welche MODEM sind erforderlich

Im Zweifelsfall sind Rückfragen Installateur / Anlagenbetreiber notwendig.

1. Hier wird ein Einfamilienhaus mit zwei Steckdosen in Durchschlauftechnik erschlossen - lassen Sie sich nicht durch die Vorgaben täuschen!

Berechnung der Spannung an Dose 2
Spannung am Hausübergabepunkt                                     78 dBuV
Kabeldämpfung 5 m / 862 MHz                        =     1 dB
Durchgangsdämpfung-Antennensteckdose (1)   =     2 dB
Kabeldämpfung 10m / 862 MHz                       =     2 dB
Anschlussdämpfung - Antennensteckdose (2)    =   11 dB
                                                         ---------------
Gesamtdämpfung HÜP / Dose 2                      =    16 dB      -16 dB
                                                         -------------------------
Spannung an Dose 2                                          =                   62 dBuV
gefordert gemäss EN 50083 - 7                     =                 60 dBuV 

Aufgabe 2, wie Aufgabe , jedoch über einen 2-fach Verteiler

Berechnung der Spannung an Dose 2
Spannung am Hausübergabepunkt                                               78 dBuV
Kabeldämpfung 5 m / 862 MHz                        =  1.0  dB
Durchgangsdämpfung-Verteiler                       =  3.5  dB
Kabeldämpfung 10m / 862 MHz                       =  2.0  dB
Anschlussdämpfung-Antennensteckdose (2)    =  11.0  dB
                                                                   ---------------
Gesamtdämpfung HÜP / Dose 2                     =  17.5 dB              -17.5 dB
                                                                                      -------------
Spannung an Dose 2                                                   =                     60.5 dBuV
gefordert gemäss EN 50083 - 7                      =                         60   dBuV 


Berechnung der Spannung an Dose 2
Spannung am Hausübergabepunkt                                      78 dBuV
Kabeldämpfung 5 m / 862 MHz                       =    1  dB
Anschlussdämpfung-Abzweiger                       =  12  dB
Kabeldämpfung 5 m / 862 MHz                       =    1  dB
Anschlussdämpfung-Antennensteckdose (2)     =    4  dB
                                                                   ---------------
Gesamtdämpfung HÜP / Dose 2                     =  18  dB        -18 dB
                                                                                      -------------
Spannung an Dose 2                                            =                   60 dBuV
gefordert gemäss EN 50083 - 7                    =                   60 dBuV 

Zusatzfrage
Berechnung der Spannung an Dose 3
Spannung am Hausübergabepunkt                                      78 dBuV
Kabeldämpfung 5 m / 862 MHz                       =     1  dB
Durchgangsdämpfung-Abzweiger                    =     3  dB
Kabeldämpfung 15 m / 862 MHz                     =     3  dB
Anschlussdämpfung-Antennensteckdose (2)    =    11  dB
                                                                   ---------------
Gesamtdämpfung HÜP / Dose 3                      =  18  dB      -18 dB
                                                                                      -------------
Spannung an Dose 3                                           =                     60 dBuV
gefordert gemäss EN 50083 - 7                      =                  60 dBuV 

Hausinstallationen für Mehrfamilienhäuser

Die drei Hausinstallationen zeigen folgende Varianten:

a) die Durchschlauftechnik
b) die Abzweigtechnik
c) die Sternverteilung

Es wurden zum besseren Vergleich identische Mehrfamilienhäuser berechnet:
- alle relevanten Dämpfungswerte sind aufgerundet!
- CENELEC Forderung EN 50083-7 sind mehr als erfüllt!

Die drei Darstellungen zeigen, dass 24 Antennensteckdosen eine HÜP-Spannung von ca. 96 dBµV benötigen und zwar unabhängig, welche Verteiltechnik eingesetzt wird.

Die Durchschlauftechnik hat den kleinsten Materialeinsatz und bei der Sternverteilung
sind die Kabellängen am Grössten. Dagegen kann die Sternverteilung für die Art der
der Signale und Programme selektiv bedient werden.

Die Durchschlauftechnik

- Abschlusswiderstände (4 x 75 Ohm)

- Antennensteckdosen
  ad=1.5dB, aa=11dB, ar=30 dB 
- Antennensteckdosen wie vorher

- Antennensteckdosen wie vorher

- Antennensteckdosen wie vorher

- Antennensteckdosen
- ad=1.0 dB, aa=14 dB, ar=30 dB

- Antennensteckdosen wie vorher

- 2-fach Verteiler
  av= 2 x 3.5 dB

- Dämpfung Koaxialkabel (ak)
    50 MHz / 100 m /  4 dB (aufgerundet)
  862 MHz / 100 m / 20dB (aufgerundet)
Ukl. >60dBµV, Forderung EN 50083-7 erfüllt. a= Attenuator; Dämpfung; Resistor


Die AbzweigertechnikDie kleine Sternverteilung
- Abschlusswiderstände (2 x 75 Ohm)
- alle Antennensteckdosen aa=4 dB
- 4-fach Abzweiger
  ad=4.0dB, aa=12dB, ar=30 dB



- 4-fach Abzweiger
  ad=3.0dB, aa=14dB, ar=30 dB

 


- 4-fach Abzweiger
  ad=2.5dB, aa=16dB, ar=30 dB

- 2-fach Verteiler
  av= 2 x 3.5 dB

- Dämpfung Koaxialkabel (ak)
    50 MHz / 100 m /  4 dB
  862 MHz / 100 m / 20dB 
Ukl. >60dBµV, Forderung EN 50083-7 erfüllt.

Die Sternverteilung ermöglicht ein selektives und zentrales Abschalten

Die Sternverteilung
- Antennensteckdosen aa=4 dB
 
- 2 x 12-fach Abzweiger
  13 dB / 13.5 dB
  15 dB / 15.5 dB
  17 dB / 17.5 dB
  19 dB / 19.5 dB
  20 dB / 20.5 dB
  21.5 dB / 22.0 dB






- Abschlusswiderstände 75 Ohm

- 2-fach Verteiler
  av= 2 x 3.5 dB

- Dämpfung Koaxialkabel (ak)
    50 MHz / 100 m /  4 dB
  862 MHz / 100 m / 20dB 
Ukl. >60dBµV, Forderung EN 50083-7 erfüllt.

Wird die Anzahl Antennensteckdosen verdoppelt, sollte die HÜP-Spannung um 6 dB grösser sein.

HÜP - Spannung in dBµV         Anzahl Steckdosen  
                  78                                    3
                  84                                    6
                  90                                  12
                  96                                          24
                102                                  48
                108                                  96

Unser Beispiel zeigt, dass die drei Verteilarten die Tabelle bestätigen.

Der Installateur muss wissen, ob der Kabelnetzbetreiber einen individuellen Pegel am HÜP anbietet. In diesem Fall ist die Tabelle ein Richtwert und interne Hausverstärker sind nicht notwendig. Sollte der Kabelnetzbetreiber eine konstante HÜP-Spannung anbieten, sind Hausverstärker vorgesehen.

Empfehlung: Der Installateur muss vor der Installation den HÜP-Spannungswert messen und danach erst mit der eigentlichen Planung beginnen. Der vorherige Kontakt zum Kabelnetzbetreiber ist sinnvoll.



Die Anwendung optischer Systeme für Wohn- und Bürohäuser 

LWL- oder optische Netze bestehen im Prinzip aus drei Entwicklungsstufen.

Entwicklungsstufe 1  > die Punkt zu Punkt Verbindung
Entwicklungsstufe 2  > das Hybridenetz mit zwei Glasfasern für den Down- und Upstream 
Entwicklungsstufe 3  > das CPON-Netz mit einer Glasfaser für den Down- und Upstream

dazu die IFAC-Seite > "Technologien" anklicken!




Allgemein bestehen vier Anschluss-Fiber-Systeme:
Anschluss-System Nr. 1    FTTC
Fiber to the curb, Glasfaseranschluss befindet sich im Strassenbereich
Anschluss-System Nr. 2FTTB
Fiber to the bulding, Glasfaseranschluss befindet sich im Gebäude
Anschluss-System Nr. 3    FTTH
Fiber to the home, Glasfaseranschluss befindet sich in der Wohnung
Anschluss-System Nr. 4FTTD
Fiber to the desk, Glasfaseranschluss befindet sich am Arbeitsplatz



Die Realisation von FTTC-, FTTB-, FTTH- und FTTD-Systemen.

Es muss nicht immer DOCSIS sein

1550 nm = Downstream für analoge / digitale Radio- und Fernsehprogramme
1490 nm = Downstream IP/Daten und Telefon (VoIP)
1310 nm = Upstream für IP/Daten und Telefon (VoIP

            
    
Glasfaserzuführung ab Kopfstation - Zentrale - HUB
          erhebliche Vorteile gegenüber DOCSIS

Anschluss-System Nr. 1 - "FTTC"
 







FTTC
Fiber to the curb, Glasfaseranschluss
befindet sich im Strassenbereich
Beispiel 6-fach 16 dB Koaxialabzweiger
FTTC - Weiterführung über
Koaxiale - Baugruppen








Beispiel
6 x 15 dB Abzweiger in CPON-
Wandlerkabine oder in Verteil-
konsole.                      .


Anschluss-System Nr. 2 - "FTTB"

Glasfaserzuführung ab Kopfstation - Zentrale - HUB direkt z. B. im technischen Raum der Liegenschaft.












Die
Haus-installation


                       
Glasfaserzuführung ab Kopfstation - Zentrale - HUB
                       
Anschluss-System Nr. 3 - "FTTH"Anschluss-System Nr. 4 - "FTTD"
                       
   Das Anschluss-System "FTTH" ist im
Prinzip die CPON-Technologie zur
Wohnung verlegt. Die Radio- und
Fernsehprogramme werden in ein
HF-Signal umgewandelt. 
              Beim Anschluss-System "FTTD"
verzichtet man auf eine HF-Über-
tragung und nutzt auch für die
Radio- und Fernsehprogramme
die IP-Technologie.

                                             FTTH ist mit FTTD vergleichbar,
                                  jedoch überträgt FTTD ausschliesslich IP-Daten!


wird fortgesetzt!


Der HF- Verstärker

Am Eingang eines Verstärkers liegt in den meisten Fällen ein Dämpfungseinsteller.Dieser Dämpfungseinsteller bedämpft das Eingangssignal und bewirkt die optimale Einstellung der Ausgangsspannung. Dabei bleibt der Gewinn (dB) des Verstärkers bestehen. Daher kann ein hoher Dämpfungswert (dB) des Steckers oder Einstellers ein Verstärkerrauschen sichtbar machen und damit im Netz den Rauschabstand verkleinern. Ein kleiner Dämpfungswert des Einstellers kann bewirken, dass der Verstärker übersteuert wird und Inter- oder Kreuzmodulationsstörungen verursachen kann. Daher müssen die Systemwerte eines Verstärkers strikt eingehalten werden. Dazu sind die technischen Spezifikationen des Herstellers unbedingt zu beachten.  

Das Beispiel zeigt ein Tandempotentiometer
Ein Tandempotentiometer besteht aus zwei oder
mehr Teilpotentiometern. Tandem-Trimmpoten-
tiometer haben eine Einstellung durch eine
gemeinsame Gewindespindel, deren Teilpoten-
tiometer in einem Gehäuse so angeordnet sind,
dass unabhängig von der eingestellten Dämpfung
der vom Eingang und der vom Ausgang  gesehene
Widerstand gleich dem vorgegebenen Wert des
Wellenwiderstandes (Impedanz 75-Ohm) bleibt.













Dämpfer und
Entzerrer als
Einsteller
Dämpfungseinsteller oder Dämpfungsregler ?
Ist nun die Bezeichnung Dämpfungseinsteller oder Dämpfungsregler
korrekt? Natürlich Dämpfungseinsteller, denn ein Dämpfungsregler wäre
ein automatischer Regelvorgang. Der Fachmann kennt die korrekte
Bezeichnung, denn ein Dämpfungseinsteller wird mit der Hand einge-
stellt.

Die technischen Spezifikationen des Dämpfungseinstellers

Wellenwiderstand                       75 Ohm
Dämpfung                                  20 dB oder 10 dB je nach Ausführung
Rückflussdämpfung bis 1 GHz   >15 dB
Betriebstemperatur                    -25°C bis +70°C   (+90°C bei Keramik)
Anschlag                                     3 Umdrehungen
Betätigungsdrehmoment               0,5 bis 3 Ncm


Achtung: Drehmomoment nicht überschreiten!


Wird das Drehmoment von 3 Ncm überschritten muss erst die Spindel
mit Tuner-Tonic gelöst werden. Wird diese Grundforderung nicht beachtet,
kann in Folge die Spindel oder der Einsteller zerstört werden. In diesem 
Fall muss das Tandempotentiometer ersetzt werden. 

Der Ersatz eines Tandempotentiometers ist sehr selten, wird aber von
vielen Fachunternehmungen problemlos ausgeführt.

Der Vorteil des Dämpfungs- oder Entzerrereinstellers liegt im Einstellen
korrekter Zwischenwerte und Einhaltung der Eingangs- und Ausgangsimpedanz.


Der Verstärkerdeckel

Bei Kontrollen stellt man öfters fest, dass der Verstärkerdeckel lose und ein
Spalt offen ist.

Die Folgen sind:

1. Es entstehen Schlitzstrahler - Deckel zum Gehäuse.
2. Es fördert den Ingress.
3. Ist es eine Aussenkabine, dringt Feuchtigkeit im Verstärker ein. Diese kann
    Kontaktprobleme verurachen. Durch Feuchtigkeit in Potentiometer können
    Pegelfehler mit weitreichenden Folgen entstehen.
4. Die rasche Alterung der Verstärker.
 
Korrekte Installationen, Erfahrungen und Kontrollen helfen hier Kosten einzusparen.

Die Einstellung mittels Dämpfer- und Entzerrer-Stecker
Die Handhabung dieser Bauteile ist einfach. Zwischenwerte (dB) können
dagegen nicht eingestellt werden. Die Stecker verursachen teilweise
Kontaktprobleme. Bei Service- Unterhaltsarbeiten ist eine Kontrolle der
Stecker auf mögliche Aussetzer zu prüfen. Reinigungsmaterial kann
helfen, Justierwerkzeug ist zu empfehlen - aber bitte vorsichtige An-
wendung, denn die Folgeschäden sind nachweisbar.













Dämpfer und
Entzerrer als
Stecker

Thema wird fortgesetzt!

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